Jan 10

Was ist eigentlich Weißer Tee?

Während Schwarzer Tee und Grüntee den meisten Menschen ein Begriff sind, ist Weißer Tee vielen noch eher unbekannt. Dabei handelt es sich um einen Tee, der aus der gleichen Teepflanze wie Grüner Tee und Schwarzer Tee entsteht, allerdings ist das Rohmaterial eher weißlich, woher der Weiße Tee seinen Namen hat. Verwendet werden für die Herstellung die noch geschlossenen, jungen Blattknospen der Pflanze. Sie sind von einem weißen Flaum umgeben und erhalten durch diesen die für sie charakteristische Farbe.

Neben der Farbe des Ausgangsmaterials spielt auch die Fermentierung für Weißen Tee eine wichtige Rolle. Sie macht den Unterschied zwischen Weißem, Schwarzem und Grünem Tee aus. So wird Weißer Tee in der Regel nur zu zwei Prozent fermentiert. Der Weiße Tee ist übrigens den Chinesen bereits seit dem elften Jahrhundert bekannt.

Wie wird Weißer Tee hergestellt?

Der Weiße Tee entsteht aus den noch ungeöffneten Knospen der Teepflanze, die sehr, sehr klein sind, wenn sie gepflückt werden. Deshalb benötigt man auch rund 30.000 Knospen für ein Kilogramm Rohmaterial. Die Knospen werden in der Regel von Hand gepflückt und dürfen dann bis zu drei Stunden lüften.

Anschließend werden sie zum Welken gegeben. Dies geschieht bei Temperaturen um die 25 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit von ca. 60 Prozent. Bis zu 14 Stunden dauert der Vorgang. Danach folgt das Trocknen der Knospen bei etwa 100 bis 130 Grad Celsius. Die Knospen trocknen etwa 15 Minuten, bevor sie sortiert und zu einem zweiten Trocknungsvorgang für etwa zwölf Minuten gegeben werden. Die Blätter sind dann fertig und können abgepackt werden.

 

 

 

 

Der Weiße Tee ist, abhängig von Qualität, Mischung und Herkunft sehr teuer. 100 Gramm können bis zu 40 Euro kosten, wohl auch ein Grund dafür, dass Weißer Tee weitaus weniger beliebt ist, als Schwarzer oder Grüner Tee.

Was steckt drin im Weißen Tee?

Wie alle hochwertigen Teesorten verfügt auch Weißer Tee über wertvolle Inhaltsstoffe. Im Weißen Tee sind zum Beispiel sehr viele sekundäre Pflanzenstoffe, Polyphenole, Methylxanthine, Antioxidantien, Epigallokatechin-3-gallat und Thiamin enthalten. Einige dieser Inhaltsstoffe werden sogar in Arzneimitteln verwendet, so dass sie durchaus gesundheitsfördernde Eigenschaften haben können.

So wird der Weiße Tee gerne bei Problemen mit Bluthochdruck oder zu hohen Blutzuckerwerten eingesetzt. Selbst Herzinfarkten und Schlaganfällen soll der Weiße Tee vorbeugen können. Gleichzeitig sagt man ihm eine entzündungshemmende Wirkung nach und er soll das Immunsystem stärken. Einige Stimmen werden zudem laut, die besagen, dass Weißer Tee die Behandlung bei Krebs unterstützen kann. Insgesamt wird behauptet, dass der Weiße Tee eine verjüngende und lebensverlängernde Wirkung aufweist, allerdings fehlen klare wissenschaftliche Beweise dafür.

Ebenfalls im Weißen Tee enthalten ist Koffein, so dass ihm eine anregende Wirkung nachgesagt wird. Allerdings ist der Koffeingehalt im Gegensatz zu Grün- und Schwarztee deutlich geringer. Daher gilt der Weiße Tee auch als sehr gut verträglich bei bestehenden Magenproblemen.

Weißer Tee in vielen Sorten

Auch beim Weißen Tee lassen sich unterschiedliche Sorten entdecken. Ursprünglich stammt der Weiße Tee aus China, wo er zu den sechs wichtigsten Teesorten überhaupt gehört. Der Yin Zhen, der auch als „Silbernadel“ bekannt ist und der Pai Mu Tan, der ebenso unter dem Namen „weiße Pfingstrose“ angeboten wird, sind die beiden bekanntesten Sorten des Weißen Tees. Hinzu kommen viele weitere Sorten, wie etwa

  • Bai Hao Yin Zhen,
  • Bai Mudan,
  • White Pine Needle oder der
  • White Monkey.

Der Weiße Tee wird idealerweise mit 75 Grad Celsius heißem Wasser aufgegossen. Kochendes Wasser würde die gesundheitsfördernden Wirkungen beeinträchtigen und auch den Geschmack beeinflussen. Acht bis zwölf Gramm der Teeblätter sollten für einen Liter Weißen Tees aufgegossen werden. Mehrere Aufgüsse sind dabei möglich. Die Ziehzeit liegt bei höchstens fünf Minuten, nach längerem Ziehen kann der Tee bitter werden.

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