Tee spielt in England eine herausragende Rolle

Tee in verschiedenen SortenAuch in England spielt Tee eine herausragende Rolle, nicht umsonst ist das Land für seine „Tea Time“ bekannt. Dementsprechend lang ist die Geschichte des Tees in England, die zudem sehr eng mit der Geschichte des Landes selbst verbunden ist. Dabei kam der Tee erst im Jahre 1610 durch die Holländer nach Europa und England. Damals brachten die Holländer den Grünen Tee nach Europa – und zwar aus China. Dort war Grüner Tee zu jener Zeit der einzige Tee, den man überhaupt anbaute. Die Holländer bauten eine enge Handelsbeziehung mit China auf und so behielten sie über fünf Jahrzehnte hinweg das Monopol bei der Versorgung ganz Europas mit Tee.

Tee im englischen Handel seit 1657

Erstmals über den Handel verkauft wurde Tee in England 1657. Damals war das Coffeehouse „Garraway’s“ der erste Anbieter des aromatischen Heißgetränks. Es dauerte jedoch noch einmal fünf Jahre, bevor der Tee dann schließlich an den englischen Königshof kam.

Die portugiesische Prinzessin Catharina von Braganza heiratete damals Karl II, den damaligen König Englands. Seit jeher war die Prinzessin vom Tee hellauf begeistert und brachte ihn so an den königlichen Hof von England. Die englische Teestunde, die bis heute bekannt ist, wurde kurz darauf ins Leben gerufen. War der Tee anfangs noch dem königlichen Hof vorbehalten, so merkte auch die bürgerliche Bevölkerung recht schnell, wie gut das aromatische Getränk tat und der Tee begann seinen Siegeszug in England.

Erste englische Teehandelsgesellschaft ab 1669

Die Engländer entschieden sich aufgrund des großen Erfolges von Tee 1669, die erste eigene Handelsgesellschaft für Tee aus China zu gründen – die „East India Company“. Das Import-Monopol der Holländer wurde somit aufgehoben und es lag fortan bei den Engländern, die es bis 1833 behielten. 1670 importierte man 32 Kilogramm Tee aufs Jahr gerechnet, doch bereits 1711 importierte England jährlich bis zu 1.200 Tonnen Tee.

Der Tee wurde bereits kurz nach Gründung der „East India Company“ nach England importiert, doch seine Zubereitung war unbekannt. Heute kennt man Sagen, laut denen die ersten Zubereitungsversuche des Tees extrem unglücklich verlaufen sind. So soll man den Tee zwar auch damals schon mit heißem Wasser überbrüht, das Wasser aber anschließend weggeschüttet und den Tee als Spinat auf den Tisch gebracht haben. Ein Problem waren damals auch die extrem hohen Preise des Heißgetränks, denn China hatte nach wie vor das Monopol auf Tee. Dieses verlor China erst nach dem Opiumkrieg von 1839 bis 1842, den England gewann. Seither wurde der Tee nicht mehr ausschließlich von China nach England geliefert.

Grund für den Opiumkrieg war das Verbot für Importeure, chinesisches Land zu betreten. Die Importeure wurden am Hafen abgefangen und von den dortigen Händlern mit Tee versorgt. Allerdings musste der Tee mit Silbermünzen bezahlt werden, wodurch die englischen Devisen drastisch sanken. Daher begannen die Engländer, Opium mit nach China zu bringen. Sie wollten damit den Tee  bezahlen, wobei China jedoch das Einbringen der Droge in das eigene Land unterbinden wollte.

Wie sich England von China unabhängig machte

Gleichzeitig begann England damit, sich von China als Teelieferant unabhängig zu machen. So erkannte man, dass die Teepflanzen genauso gut in Afrika und Indien wuchsen und baute den Tee dort an. Die Engländer setzten aber nicht auf den Grünen, sondern auf den Schwarzen Tee. Das wurde zu einem wichtigen Unterscheidungsmerkmal zwischen England und China, was den Engländern extrem wichtig war.

Lediglich die richtige Zubereitung des Tees blieb den Engländern weiterhin ein Rätsel, so dass man den Botaniker Robert Fortune als Kaufmann nach China schickte. Damit nahm die erste geschichtlich erfasste Industriespionage ihren Lauf.

 

Teezeit in UK

Tea Time in England

Früchte Tee

Früchtetee – süß und lecker

Tee trinken

Tee im Teeglas

Tee mit Pfefferminze

Pfefferminztee